Frei gemacht von meiner Vergangenheit
Ich heiße Helga und bin im Januar 1961 geboren, die jüngste von zwei weiteren Schwestern. Das Erste, was mein Vater nach meiner Geburt sagte, war: „Die können sie behalten“, weil ich kein Junge war. Ich bin in einer lieblosen und zerrütteten Familie aufgewachsen, meine Mutter war eine schwache Person, die alkohol- und tablettenabhängig war. Mein Vater neigte zur Herrschsucht und Tyrannei. Wir Kinder und unsere Mutter mussten darunter sehr leiden. Hinzu kann, dass mein Vater fremdging, was mich zusätzlich belastete. Ich wurde von meinem Vater für dumm und unfähig gehalten. Liebe war nur durch Leistung zu erfahren; der hohen Meßlatte, die er anlegte, konnte allerdings keiner meiner Familie gerecht werden.
Meine mittlere Schwester Karin kam recht früh zum Glauben und hat sich recht schnell von Zuhause abgeseilt, weil sie die Familientragödien nicht mehr aushielt und in der Zeit ihren Mann kennengelernt hatte.
Die älteste Schwester Inge war dem Satanskult verfallen und las viel okkulte Literatur und beschäftigte sich mit Gläserrücken und ähnlichem. Sie schloss sich tagelang in ihrem Zimmer ein und war nicht zu Gesicht zu bekommen. Wir machten uns Sorgen um sie. Als sie mal wieder seit längerem in ihrem Zimmer eingeschlossen war, baten wir sie, das Zimmer zu öffnen, es folgte keine Reaktion. Wir haben daraufhin die Tür gewaltsam geöffnet und waren entsetzt über ihren Gesichtsausdruck. Ihr Gesicht war total verzerrt, sie hatte Schaum vor dem Mund und redete wirr. Meine Eltern standen der Situation hilflos gegenüber und hatten große Angst. Ich auch. Ich wusste mir nicht anders zu helfen und holte ein Kreuz vom Nachttisch meiner Mutter und hielt es meiner Schwester vor das Gesicht. Ich fragte meine Schwester, wer sie sei. Sie antwortete: Ich bin der Teufel, der Satan und der Luzifer. Hinterher kam ihre eigene hilflose Person wieder durch, sie wischte sich den Schaum vom Mund und redete, als wäre nichts gewesen. Wegen dieser Störung war sie mehrmals in psychologischer Betreuung. Später nahm sie sich das Leben. Man kann sagen: Der Teufel hat sie geholt. Für mich war es zuhause nicht mehr zum Aushalten. In dieser Zeit habe ich meinen späteren Ehemann Burckhard kennengelernt und bin aus der elterlichen Wohnung ausgezogen.
Nachdem ich gesehen hatte, dass es das Böse gibt, habe ich mich auf der Suche nach dem Guten gemacht und bin durch Umwege (Krankheit) zu unserer Gemeinde gekommen. Dort las ich den Schriftzug am Gemeindehaus. „Jesus unsere Hoffnung“. Wow, das brauchte ich! Ich wurde liebevoll und herzlich begrüßt, was für mich eine ganz neue Erfahrung war.
Mein erster Gedanke war, hier bin ich zu Hause. Ich habe dort viel von Jesus Christus gehört, von seiner Liebe und was er für mich und für alle getan hat.
Er vergab mir meine Schuld. Nach dieser einschneidenden Erfahrung konnte ich auch meiner Familie vergeben. Jesus Christus hat mich frei gemacht von meiner Vergangenheit und schenkte mir ein neues und erfülltes Leben.
Meine Ehe wurde geheilt, da mein Mann durch die Kraft des Herrn seit dem 20.02.2009 keinen Tropfen Alkohol mehr trinkt und seitdem auch von Zigaretten befreit ist. Preist den Herrn.
Seitdem ich Jesus Christus in mein Leben aufgenommen habe, weiß ich, dass Jesus lebt, dass er mich unendlich liebt und mir neues Leben in Gemeinschaft mit ihm schenkt und dass ich jederzeit zu ihm kommen kann. Gottes Telefonnummer ist nie besetzt. Sie heißt: Jesus Christus. Seitdem habe ich tiefen Frieden im Herzen. Auch ist mir die wöchentliche Gemeinschaft des Gottesdienstes wichtig geworden, wo wir das Wort Gottes lesen und darin vertieft werden.
Ich kann nur bestätigen, was in der Bibel steht, 2. Korinther 5,17:
„Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“(Helga)